Von der Entwicklung der ersten Fluggeräte bis hin zu Chronographen für Piloten zieht sich der Name Breguet durch die Geschichte der französischen Luftfahrt. Zu ihren bedeutendsten Kapiteln zählt der erste Nonstop-Flug von Paris nach New York, der 1930 an Bord der Breguet 19 Point d’Interrogation absolviert wurde.
Ein Name, zwei Felder der Erfindung
Abraham-Louis Breguet veränderte die Uhrmacherkunst durch seine Erfindungen und seine Forschungen zur Präzision. Mehrere Generationen später übertrug Louis Breguet denselben Innovationsgeist auf ein noch junges Gebiet: die Luftfahrt.
Als Ingenieur und Unternehmer gründete er seine eigene Luftfahrtgesellschaft und entwickelte mehr als fünfzig Jahre lang Flugzeuge für militärische und zivile Zwecke sowie für Langstreckenflüge.
Die Breguet 19
Die in den 1920er-Jahren entwickelte Breguet 19 wurde zu einem der emblematischen Flugzeuge ihrer Zeit. Ihre Robustheit und ihre Entwicklungsmöglichkeiten ermöglichten die Ausarbeitung mehrerer Versionen, die speziell für große Überquerungen angepasst waren. Um zu versuchen, Paris und New York ohne Zwischenlandung zu verbinden, wurde ein Flugzeug mit zusätzlichen Tanks ausgestattet und in die Breguet 19 TR Super Bidon umgewandelt.
Warum „Point d’Interrogation“?
Angesichts der hartnäckigen Fragen der Presse zu ihren Erfolgschancen bei der Überquerung entschieden sich Dieudonné Costes und Maurice Bellonte, mit einem Zeichen zu antworten. Ein großes weißes Fragezeichen wurde auf den roten Rumpf ihres Flugzeugs gemalt. Dieses Symbol gab dem Flugzeug bald seinen Namen und wurde untrennbar mit der Expedition verbunden.
Paris–New York, September 1930
Am 1. September 1930 starteten Costes und Bellonte in Le Bourget. Nach einem Flug von mehr als 37 Stunden über den Atlantik erreichten sie New York am 2. September. Damit absolvierten sie die erste Nonstop-Verbindung Paris–New York in Ost-West-Richtung, gegen die vorherrschenden Winde. Diese Leistung schrieb die Breguet 19 und ihre beiden Flieger dauerhaft in die Geschichte der Aeronautik ein.
Von der Breguet 19 zur Type XX
Einige Jahrzehnte später stellte Breguet seine uhrmacherische Expertise in den Dienst der Piloten. Die Chronographen Type 20 und Type XX wurden entwickelt, um eine unmittelbare Ablesbarkeit und eine zuverlässige Messung der Flugzeiten zu bieten. Die Flyback-Funktion ermöglicht es, den Chronographen mit einem einzigen Druck auf null zurückzustellen und sofort eine neue Zeitmessung zu starten. Sie entspricht direkt den Anforderungen der Luftnavigation.
Eine in den Zeitmesser eingravierte Geschichte
Die Gravur der Breguet 19 Point d’Interrogation erinnert an diese Begegnung zwischen zwei Zweigen ein und derselben Geschichte. Sie verbindet den Erfindungsgeist von Abraham-Louis Breguet mit den aeronautischen Forschungen von Louis Breguet.
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