Guillochierung nach Breguet-Art

Die von Abraham-Louis Breguet eingeführte Guillochierung zur Verbesserung der Ablesbarkeit der Zifferblätter wurde zu einer der charakteristischen ästhetischen Signaturen der Maison. Sie ermöglicht es, die verschiedenen Anzeigen klar voneinander abzugrenzen, die Oberflächen zu strukturieren und subtile Lichtspiele zu erzeugen.

Eine Tradition in Bewegung

Mit traditionellen Guillochiermaschinen von Hand gefertigt, entsteht jedes Muster durch eine Abfolge präziser Handgriffe. Die Gleichmäßigkeit des Dekors beruht vollständig auf dem Können des Kunsthandwerkers, der das Werkstück führt und die Tiefe der Gravur fein abstimmt. 

Getreu diesem Erbe erweitert Breguet bis heute kontinuierlich sein dekoratives Repertoire. Neue Muster entstehen, inspiriert von Architektur, Landschaften und Orten, die eng mit der Geschichte der Maison verbunden sind.

Quai de l’Horloge

Paris im Material verewigt

Das Motiv „Quai de l’Horloge“ nimmt die Konturen der Seine-Arme auf, die die Île de la Cité und die Île Saint-Louis umfließen.


Sein Entwurf basiert auf dem Turgot-Plan, einer besonders präzisen Darstellung des Paris des 18. Jahrhunderts. Die Konturen des Flusses, der Ufer und der Inseln werden zu einem Geflecht feiner Linien neu interpretiert, das die Geografie der Stadt auf der Oberfläche des Metalls sichtbar werden lässt.


So führt das Motiv zurück ins Herz von Paris, an den Ort, an dem Abraham-Louis Breguet seine Werkstatt am 39, Quai de l’Horloge, gründete. Es ist mehr als nur eine Reminiszenz an diesen historischen Standort: Es verwandelt eine historische Kartografie in ein uhrmacherisches Dekor.
 

Petit Trianon

Architektur als Ornament

Die Architektur des Petit Trianon wird auf ihre grundlegenden Prinzipien zurückgeführt: Symmetrie, Maß und die Harmonie ausgewogener Proportionen.


Die Wiederholung der Linien bringt die neoklassische Ordnung des Pavillons in einer Komposition zum Ausdruck, die zugleich streng und fein wirkt. Je nach Lichteinfall gewinnt die Geometrie an Relief und offenbart nach und nach die Präzision ihrer Ausführung.


Das Petit Trianon, das Ludwig XVI. Marie-Antoinette schenkte, nimmt einen besonderen Platz in der Geschichte der Königin ein, deren Name bis heute eng mit dem von Breguet verbunden ist. Diese Referenz knüpft eine Verbindung zwischen einem ikonischen Ort von Versailles und einer der berühmtesten Beziehungen in der Geschichte der Maison.
 

Dent de Vaulion

Ein Relief des Vallée de Joux

Inspiriert von der Dent de Vaulion und ihrem Spiegelbild im Lac de Joux, erschafft diese Guillochierung eine Landschaft in Spiegelung. Die Wiederholung der Facetten lässt zunächst die Silhouette des Gipfels und anschließend ihr spiegelverkehrtes Abbild auf der Wasseroberfläche erscheinen.

 

Das Relief entsteht durch den Wechsel von Winkeln, Erhebungen und Vertiefungen. Mit dem Wandel des Lichts verblassen einige Linien, während andere hervortreten und dem Dekor eine wechselnde Tiefe verleihen. So antworten sich Berg und See in einer präzisen Komposition, inspiriert von einer emblematischen Landschaft des Vallée de Joux.

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