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BREGUET ERWIRBT BEI EINER VERSTEIGERUNG IN PEKING EINE AUßERGEWÖHNLICHE TÜRKISCHE UHR IHRES GRÜNDERS.

19.12.2011

Das Musée Breguet hat für 650 000 CHF eine berühmte Uhr ersteigert, die Abraham-Louis Breguet 1808 für einen Würdenträger des Osmanischen Reiches konstruiert hatte. Es handelt sich um einen Rekord-Auktionspreis für eine Breguet-Uhr im türkischen Stil und gleichzeitig um den höchsten Preis, den eine Taschenuhr an einer Auktion im jungen Uhrenmarkt der Volksrepublik China bisher erzielt hat.

Dieses historische Stück war 1807 von seiner Exzellenz Esseid Ali Effendi bestellt worden, dem ehemaligen Botschafter der Hohen Pforte in Paris und einem persönlichen Freund von Abraham-Louis Breguet. Dank Ali Effendi wurde dem König der Uhrmacher und Uhrmacher der Könige die Bedeutung des türkischen Markts sehr schnell bewusst, zumal in einer Zeit, in der die Türkei die einzige noch mit dem napoleonischen Frankreich verbündete Großmacht war… Hier sei daran erinnert, dass Napoleons Geschenk für die Thronbesteigung von Sultan Mahmud II. anno 1813 eine über und über mit Edelsteinen besetzte Sympathetische Pendüle von Breguet war. Sie ist das kostbarste Objekt, das der Gründer der Marke je geschaffen hatte, und wird heute im Topkapi-Palast in Istanbul aufbewahrt.

Bei der Uhr Breguet Nr. 2090 mit großen Komplikationen handelt es sich um eine Viertelstundenrepe­tition mit unabhängigem großem und kleinem Schlagwerk sowie einem Zifferblatt mit altarabischen Ziffern. Eingeschalt ist das ausgezeichnet erhaltene Stück in ein Doppelgehäuse, das im reinsten türkischen Stil emailliert ist. Dieser Zeitmesser war das Spitzenobjekt der von Poly Auction in Peking durchgeführten Versteigerung, und die Bieter überboten sich gegenseitig. Nun gehört die Uhr zu den Schätzen des Musée Breguet in Paris und wird dort in wenigen Wochen im Obergeschoss über der berühmten Breguet-Boutique an der Place Vendôme zu bewundern sein.